Augenzentrum Kapfenberg – Dr. Marlen Kleinhans-Öller

Unsere Leistungen

Wir bieten Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen für Erwachsene und Kinder sowie nahezu das gesamte Spektrum der konservativen Augenheilkunde – von der Diagnostik bis zur Therapie von Erkrankungen des vorderen und hinteren Augenabschnitts.

Egal ob Sehtest, Vorsorge-, Mutter-Kind-Pass- oder spezialisierte Untersuchungen, es ist uns ein Anliegen ausreichend Zeit zu nehmen und auf die persönlichen Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten einzugehen.

Augenärztliche Untersuchung, Diagnostik, Beratung und Therapie

Dank unserer Expertise können wir insbesondere folgende Krankheitsbilder diagnostizieren und behandeln:

  • Ganzheitliche Augenheilkunde
  • Augendruckmessung
  • Sehtest
  • Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen
  • Gesichtsfelduntersuchung
  • Funduskamera (Fundusfotografie mittels Weitwinkelkamera – aufgrund der hochauflösenden Aufnahmetechnik können bereits diskrete Veränderungen der Netzhaut entdeckt werden, präzise Verlaufskontrollen von diabetischen, altersbedingten Fundusveränderungen, sowie Muttermalen durchgeführt werden.
  • Netzhautuntersuchung z.B. bei Diabetes mellitus
  • Netzhautscan ohne Pupillenerweiterung
  • Beratung bezüglich Brille und Brillenunabhängigkeit
  • Beratung zu Augenoperationen:
    Grauer Star, Netzhaut-OP, Lidoperationen etc.
  • OP Vor- und Nachsorge
  • Tränenwegsdiagnostik
  • Glaukomdiagnostik und Glaukomtherapie
  • OCT Macula und Papille
  • Pachymetrie
  • Gutachten für Führerschein, Sportboot
  • Vorsorgeuntersuchungen
    • Basisuntersuchung inklusive Brillenprüfung
    • Basisuntersuchung inklusive Glaukomvorsorge
    • Netzhautscan bei Diabetesuntersuchung
    • Kontrolle bei Maculadegeneration inklusive OCT

Wir kümmern uns um Sie und Ihre Augen

Neben der klassischen Netzhautuntersuchung haben Sie bei uns die Möglichkeit ohne Erweiterung der Pupillen durch Tropfen, mittels einer Funduskamera Ihre Netzhaut screenen zu lassen. Dabei erstellt die Funduskamera Clarus 500 mittels modernster Methoden eine digitale Aufnahme Ihres Augenhintergrundes. Die Untersuchung erfolgt schmerzlos. Ohne Wartezeit können Sie die Praxis nach wenigen Minuten verlassen – sofort wieder ein Fahrzeug fahren, Ihrem Beruf nachgehen oder Sport treiben.

Krankheitsbilder

Der Graue Star ist eine Trübung der Augenlinse, die als normale Alterungserscheinung auftritt. Es kommt zu einer schleichenden Herabsetzung des Sehvermögens und Blendungsempfindlichkeit – vor allem nachts. Farben und Kontraste verblassen, die Patienten haben das Gefühl, durch einen Schleier oder ein Milchglas zu schauen.

Oft ist der Graue Star altersbedingt. Er kann aber beispielsweise auch die Folge von Stoffwechselerkrankungen oder Augenfehlbildungen und -verletzungen sein.

Verschiedene Umstände und Erkrankungen können allerdings dazu führen, dass eine solche Linsentrübung auch schon in einem jüngeren Alter auftritt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Nach einer gründlichen Untersuchung legen wir in einem gemeinsamen Gespräch fest, wann der richtige Zeitpunkt für eine Operation am Grauen Star ist. Dann wird erörtert, ob Sie nach der Operation lieber ohne Brille in die Ferne oder in die Nähe schauen möchten.

Nach einer Katarakt-Operation (Grauer Star) kann es zu einer Eintrübung der Hinterkapsel kommen (Nachstar). In die getrübte Hinterkapsel wird mit dem Nd-YAG-Laser eine Öffnung gelasert, um die Sehschärfe wiederherzustellen. Die Behandlung dauert ca. 5 Minuten und ist schmerzfrei. Die Pupille muss hierfür weit getropft werden.

Welche Symptome macht ein Glaukom?

Der Grüne Star verläuft schmerzlos und völlig beschwerdefrei. Es ist eine der führenden Erblindungsursachen weltweit. Die Schädigung wird häufig durch einen erhöhten Augendruck erzeugt, es gibt aber auch Niederdruck- und Normaldruck-Glaukome. Bei diesen kommt es trotz eines niedrigen Augeninnendruckes zu einem kontinuierlichen Absterben der Nervenfasern im Sehnerv. Durch ein Glaukom entstandene Schädigungen am Sehnerv sind irreversibel. Daher ist eine frühzeitige Entdeckung und Behandlung entscheidend.

Das Hauptsymptom des Glaukoms sind Gesichtsfeld-Ausfälle. Diese werden vom Patienten erst bemerkt, wenn sie sehr ausgedehnt sind. Mit einer Gesichtsfeld-Untersuchung können Gesichtsfeld-Ausfälle frühzeitig erkannt und eine Behandlung eingeleitet werden. In seltenen Fällen kann ein erhöhter Augendruck verschwommenes Sehen verursachen oder gerötete und schmerzende Augen oder Kopfschmerzen und ein Druckgefühl im Bereich der Augen und/oder des Kopfes. Meist allerdings verursacht das Glaukom keine Beschwerden und ist daher umso gefährlicher, da es oft sehr spät diagnostiziert wird und die verursachten Schäden nicht reversibel sind. Aus diesem Grund sind regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen wichtig.

Kann man hohen Augendruck behandeln (Glaukom-Therapie)?

Das Ziel einer Glaukom-Therapie ist die Senkung des Augeninnendrucks und die Verbesserung der Durchblutung des Sehnervs. Das therapeutische Spektrum reicht von der Verabreichung von Augentropfen oder in selteneren Fällen von Tabletten bis zu einer Laserbehandlung und operativen Eingriffen.

Was kann ich tun, um ein Glaukom zu vermeiden?

Da das Glaukom meist keine Schmerzen verursacht und die durch ein Glaukom verursachten Gesichtsfeld-Ausfälle lange Zeit unbemerkt bleiben können, ist die einzige Möglichkeit, einem Glaukom vorzubeugen, die regelmäßige Untersuchung durch eine Augenärztin/Augenarzt. Da das Auftreten des Glaukoms ab dem 40. Lebensjahr deutlich zunimmt, wird ab diesem Alter eine Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Sollte in Ihrer Familie eine Vorbelastung mit einem Glaukom bekannt sein, sind schon zu einem früheren Zeitpunkt Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll, da die Veranlagung für ein Glaukom vererbt werden kann.

Folge sind schleichend zunehmende, irreversible Gesichtsfeldausfälle bis hin zur Erblindung. Bemerkt werden meist erst größere Ausfälle im Gesichtsfeld nach längerem Bestehen der Erkrankung. Daher wird eine regelmäßige und frühzeitige Vorsorgeuntersuchung empfohlen.

Wenn ein Grüner Star (Glaukom) nicht mehr durch Medikamente behandelt werden kann, kann eine Operation helfen, das Risiko für Sehschäden und Erblindung zu verringern.

Was wird untersucht?

Wir messen den Augeninnendruck, beurteilen den Sehnerv durch Blick in das Augeninnere und führen eine computergesteuerte Gesichtsfelduntersuchung und die Messung der Nervenfaserschichtdicke mit dem OCT (Optische Cohärenztomographie) durch.

Beim sogenannten Offenwinkelglaukom kann eine selektive Laser-Trabekuloplastik durchgeführt werden. Dazu wird ein Laser eingesetzt, der nur auf die Farbpigmente (Melaninpigmente) in den Zellen des Kammerwasserabflussortes (Kammerwinkels) wirkt und so die anderen Strukturen des Auges unversehrt lässt. Dadurch kommt es zu einer Verbesserung des Kammerwasserabflusses und der Augendruck wird so gesenkt.
Diese Therapie ist schmerzfrei und kann bei Bedarf mehrmals wiederholt werden.

Sehnervenerkrankungen betreffen den Nerv, der die Sehinformationen vom Auge zum Gehirn leitet. Häufige Ursachen sind Durchblutungsstörungen, Entzündungen (z. B. bei Infekten oder Autoimmunerkrankungen), erhöhter Augeninnendruck beim Glaukom sowie selten Tumoren oder Verletzungen. Typische Beschwerden sind verschwommenes Sehen, Ausfälle im Gesichtsfeld, reduzierte Farb- und Kontrastwahrnehmung oder Schmerzen bei Augenbewegung. Wichtig ist eine rasche Abklärung, da der Sehnerv empfindlich ist und Schäden dauerhaft sein können. Die Diagnose erfolgt durch augenärztliche Untersuchung, Sehnervanalyse (OCT), Gesichtsfeldmessung und ggf. Bildgebung. Die Therapie richtet sich nach der Ursache.

Trockene Augen entstehen entweder durch eine herabgesetzte Produktion von Tränenflüssigkeit oder durch eine Veränderung der chemischen Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, die in der Folge nicht mehr zur Benetzung der Augenoberfläche geeignet ist. Eine veränderte chemische Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit kann durch Probleme der Augenlider oder beim Blinzeln, verschiedene Medikamente (z.B. Antihistaminika, Verhütungsmittel, Antidepressiva, Betablocker), klimatische Bedingungen (geringe Luftfeuchtigkeit, Wind, Staub), Verletzungen und verschiedene allgemeinmedizinische Erkrankungen wie Arthritis oder das Sjögren-Syndrom entstehen. Trockene Augen sind darüber hinaus eine typische Erscheinung des natürlichen Alterungsprozesses.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Fremdkörpergefühl
  • Jucken / Brennen
  • Rötung
  • Verschwommenes Sehen

Trockene Augen sind nicht nur unangenehm, sondern können zu bleibenden Schäden der Augenoberfläche führen.

Warum tränen trockene Augen?

Trockene Augen führen zu einer Reizung der Augenoberfläche, auf die das Auge mit einer verstärkten Produktion von Tränenflüssigkeit reagiert. Diese behebt allerdings nicht das zugrunde liegende Problem, das meist in einer inadäquaten chemischen Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit besteht.

Wie wird das Trockene Auge behandelt?
Die Behandlungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Ursachen und reichen von häufigerem Blinzeln über die Verbesserung des Raumklimas (Luftbefeuchtung) und die Verwendung von Augentropfen (künstlichen Tränen) und Augensalbe zur Befeuchtung bis hin zu operativen Maßnahmen wie dem Verschluss der ableitenden Tränenwege.

Die Netzhaut (Retina) ist die innerste Schicht des Auges und wie der Film beim Fotoapparat für die Bearbeitung des Seheindruckes zuständig. Erkrankungen des Glaskörpers und der Netzhaut (Retina) können das Sehen bedrohen und sollten so früh wie möglich behandelt werden. Löcher und Risse in der Netzhaut können eine Netzhautablösung zur Folge haben, die innerhalb von kurzer Zeit zur Erblindung führen kann. Im Frühstadium können Netzhautrisse und Löcher mittels einer Laserbehandlung therapiert werden. Hat sich schon eine Netzhautablösung entwickelt, kann diese nur noch durch eine Netzhautoperation behandelt werden.

Obwohl es sich beim Sehen von schwarzen Punkten (mouches volantes) in den meisten Fällen um harmlose Glaskörpertrübungen handelt, kann es auch ein Zeichen für eine Schädigung der Netzhaut (Netzhautabhebung) sein. Insbesondere ist Vorsicht geboten, wenn zusätzlich zu den schwarzen Punkten auch eine Wahrnehmung von Blitzen auftritt, die Anzahl der Punkte zunimmt und diese sich unabhängig von der Augenbewegung bewegen (”Russregen”), oder es zum Sehen eines Schattens (wie ein Schleier oder eine Wand) kommt. In diesen Fällen sollten Sie sofort notfallmäßig einen Augenarzt aufsuchen.

Die Makula, das Zentrum der Netzhaut, ist ein lichtempfindliches Areal im Auge und hat eine hohen Dichte an Sinneszellen (Zapfen). Dieser Ort ist der zentrale Bereich des Gesichtsfeldes für das schärfste Sehen. Gesunde Zapfen ermöglichen uns alltägliche Tätigkeiten wie das Erkennen von Gesichtern, Lesen und alle anderen Aktivitäten, die auf Scharfsichtigkeit beruhen und bei denen kleine Details wichtig sind. Eine der häufigsten Erblindungsursachen im Alter ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Leider kann bei dieser Erkrankung die Sehschärfe nicht mit einer Brille korrigiert werden.

Makula-Degeneration bezeichnet eine Veränderung der Netzhaut, bei der die Stelle des schärfsten Sehens beschädigt wird. Diese entsteht meist im Alter (Altersbedingte Makula Degeneration / AMD) und kann zur Erblindung führen.
Es gibt zwei Formen der AMD. Die trockene Form wird hervorgerufen durch Ablagerungen an der Stelle des schärfsten Sehens, durch die es meist zu einer langsamen Sehverschlechterung kommt.
Die zweite und weitaus gefährlichere Form ist die feuchte AMD, die innerhalb kürzester Zeit zu einer massiven Sehverschlechterung führen kann.

Symptome

Bei der Makula-Degeneration kommt es zu einer Herabsetzung der zentralen Sehschärfe. Obwohl das periphere Gesichtsfeld erhalten bleibt, resultiert dies in einer deutlichen Verschlechterung des zentralen Sehens also z.B. der Lesefähigkeit. In einem frühen Stadium kann die AMD dazu führen, dass Linien nicht mehr gerade gesehen werden sondern verzerrt oder wellig werden. Eine gute Methode um dies frühzeitig zu erkennen ist die Durchführung eines sog. Amsler-Tests.

Therapie

Erst seit wenigen Jahren steht mit der intravitrealen Injektion (IVOM) eine wirksame Behandlungsmethode gegen die Makula-Degeneration zur Verfügung. Dabei werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die typischerweise mehrfach direkt in den Glaskörper des Auges injiziert werden. Diese direkte örtliche Behandlung kann eine Stabilisierung der Netzhaut bewirken und dem Fortschreiten der Degeneration des Netzhaut-Gewebes Einhalt gebieten. Bereits eingetretene Schädigungen sind allerdings oft irreversibel. Daher ist eine frühzeitige Entdeckung und Behandlung essentiell.

INTRAVITREALE INJEKTIONEN

Durch die Injektion von spezifischen Medikamenten in den Glaskörperraum können Augenerkrankungen wie zum Beispiel die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und diabetische sowie vaskuläre und entzündliche Netzhautödeme behandelt werden. Meist sind dazu wiederholte Injektionen notwendig. Oftmals ist dies die einzige Therapiemöglichkeit.

OCT-UNTERSUCHUNG (OPTISCHE KOHÄRENZTOMOGRAPHIE)

Flüssigkeitseinlagerungen und Schwellungen im Bereich der Makula (Stelle des schärfsten Sehens) sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Sie werden mittels einer OCT diagnostiziert und quantifiziert. Hierbei wird – ähnlich wie bei einer Ultraschalluntersuchung – ein Querschnittsbild der einzelnen Netzhautschichten (wie bei einem Foto, ohne Berührung, innerhalb von Sekunden) erstellt. Auf diesem lassen sich auch kleinste Veränderungen der Netzhautschichten erkennen. Ebenfalls lässt sich nach der Durchführung einer Behandlung (z.B. intravitreale Injektion) das Ansprechen auf die Therapie beurteilen, da man die Abnahme der Flüssigkeit bzw. der Netzhautdicke ausmessen kann.

Diabetes kann verschiedenste Schäden am Auge hervorrufen. Die häufigste und gefährlichste Schädigung ist die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie), die durch eine verschlechterte Netzhautdurchblutung zu irreversiblen Schäden der Netzhaut bis hin zur Erblindung führen kann. Des Weiteren kann die Augenlinse frühzeitig eintrüben (Grauer Star), ein erhöhter Augeninnendruck auftreten (Grüner Star), und es im Bereich der Augenoberfläche zu häufigen Entzündungen kommen. Diese Probleme treten bei schlechter Blutzuckereinstellung zwar am häufigsten auf, können aber auch bei optimaler Einstellung des Diabetes vorkommen. Aus diesem Grund sind regelmäßige Routineuntersuchungen des Auges bei Diabetes wichtig.

Bei der diabetische Netzhauterkrankung kann es auch zu Flüssigkeitseinlagerungen und Schwellungen an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) kommen. Diese können mit intravitrealen Injektionen (IVOM) behandelt werden. Hierbei werden Wirkstoffe, die Flüssigkeit aus der Netzhaut befördern, in den Glaskörperraum gespritzt. Die Sehschärfe kann sich nach Abschwellen der Netzhaut verbessern oder zumindest stabilisieren. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, sind in der Regel wiederholte Injektionen notwendig

Therapie

Die Grundvoraussetzung für die Behandlung einer diabetischen Retinopathie ist die optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels. Leider bietet diese aber keinen absolut sicheren Schutz vor der Entstehung einer diabetischen Netzhauterkrankung. Zur Behandlung der diabetischen Retinopathie ist in manchen Fällen eine Laserbehandlung der Netzhaut (Netzhaut-Laser) notwendig. Dabei werden mit dem Argon-Laser gezielt bestimmte Bereiche der Netzhaut verödet, um eine bessere Durchblutung der verbleibenden Netzhautanteile zu gewährleisten. Diese Laserbehandlung führt in der Regel allerdings nicht zu einer Verbesserung der Sehschärfe, sondern wird zur Vermeidung einer weiteren Verschlechterung, die zum kompletten Sehverlust führen kann, eingesetzt.

Auch am Auge kann es – ähnlich wie im Gehirn (Schlaganfall) oder am Herzen (Herzinfarkt) – zu Gefäßverschlüssen kommen. Hierbei können sich entweder die Venen oder die Arterien oder beide durch verschiedene meist internistische Ursachen (Thromben, Blutdruck, hohe Blutfette etc.) schließen. Die Netzhaut wird nicht mehr durchblutet und es kommt zu einem plötzlichen Sehverlust. An der Netzhaut können durch die schlechtere Sauerstoffversorgung Blutungen und Schwellungen auftreten, die nicht nur die Sehkraft weiter verschlechtern können, sondern auch manchmal zu Gefäßneubildungen führen, die sogar zum Verlust des Auges führen können. Die Behandlung besteht zum einen in der Laserbehandlung der peripheren Netzhaut (Netzhaut-Laser) und zum anderen in der Injektion von antiproliferativen Medikamenten in den Glaskörperraum (intravitreale Injektionen).

Die endokrine Orbitopathie ist eine Augenbeteiligung bei Schilddrüsenerkrankungen, meist im Zusammenhang mit Morbus Basedow. Dabei kommt es zu einer Entzündungsreaktion im Gewebe hinter dem Auge: Muskeln und Fettgewebe können anschwellen. Typische Beschwerden sind trockene, gereizte Augen, Druckgefühl, Lichtempfindlichkeit, hervortretende Augen, Schwellungen der Lider und manchmal Doppelbilder. In seltenen Fällen kann der Sehnerv beeinträchtigt werden – das ist ein Notfall.

Wichtig sind eine gute Einstellung der Schilddrüse und konsequenter Rauchstopp. Je nach Ausprägung helfen Tränenersatzmittel, kühlende Maßnahmen, Prismenbrillen, entzündungshemmende Therapien oder – in schweren Fällen – spezielle Infusionstherapien und operative Verfahren. Eine frühzeitige augenärztliche Kontrolle verbessert die Behandlungschancen.

Entzündliche Augenerkrankungen können verschiedene Bereiche des Auges betreffen z. B. Bindehaut, Hornhaut, Lidrand oder die inneren Augenabschnitte. Die Ursachen sind vielfältig: Sie können autoimmun, infektiös, entzündlich oder traumatisch bedingt sein.

Typische Beschwerden sind Rötung, Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl, Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Schmerzen, verklebte Lider oder verschwommenes Sehen. Wichtig: Bei starken Schmerzen, Sehverschlechterung, Lichtscheu, eitrigem Ausfluss sollte rasch augenärztlich abgeklärt werden.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache: z. B. befeuchtende Tropfen und Lidrandpflege, antiallergische Medikamente, antibiotische oder antivirale Therapien sowie bei inneren Entzündungen gezielt entzündungshemmende Medikamente. Frühe Diagnose schützt das Sehvermögen.

Liderkrankungen sind häufig und vielfältig. Sie reichen von altersbedingten Schlupflidern (Dermatochalase) und angeborenen oder altersbedingten Lidfehlstellungen bis hin zu chronischen Lidrandentzündungen, die unterschiedlich stark belastend sein können.

Zu den häufigsten Erkrankungen gehören das Gerstenkorn (Hordeolum) und das Hagelkorn (Chalazion). Ein Gerstenkorn entsteht durch eine Entzündung der Drüsen an der Wimpernwurzel, während ein Hagelkorn eine sterile Entzündung der Talgdrüsen (Meibomdrüsen) im Lid ist, bei der Talg ins umliegende Gewebe des Ober- oder Unterlids austritt.

Auch gut- und bösartige Tumore oder deren Vorstufen können im Bereich der Lider auftreten. Veränderungen wie neu auftretende Knoten oder Veränderungen in Größe, Form oder Farbe sollten vom Augenarzt kontrolliert werden

Verletzungen im Bereich der Augen können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Dazu zählen einerseits mechanische Verletzungen wie Unfälle, Wunden und Quetschungen, andererseits aber auch eingedrungene Fremdkörper und Verätzungen. Im Falle von Fremdkörpern ist es äußerst wichtig nicht zu versuchen, diese zu entfernen, da dabei noch mehr Kollateralschaden angerichtet werden kann. Die Entfernung sollte durch eine/n Spezialisten/in mit den notwendigen Mitteln erfolgen. Im Falle einer Verätzung – egal ob mittels Säure (sehr sauer) oder Lauge (sehr basisch) – sollte das betroffene Auge als allererstes gründlich unter laufendem Wasser ausgewaschen werden. Bitte denken Sie daran, das betroffene Auge unterhalb(!) des gesunden Auges zu positionieren, um zu verhindern, dass die ätzende Flüssigkeit beim Auswaschen in das nicht betroffene Auge gelangt. Danach sollte unverzüglich der Gang zum Augenarzt/zur Augenärztin folgen.

Kommt es zu plötzlichen, sehr starken Schmerzen in Kombination mit Übelkeit, Erbrechen, Sehverlust (teilweise oder komplett), sowie geröteten Augen und einem tastbar harten Augapfel – legt dies den Verdacht für einen akuten Glaukomanfall nahe. Dabei handelt es sich immer um einen absoluten augenärztlichen Notfall, welcher unbehandelt zum Verlust des Sehvermögens führt. Der Grund dafür besteht darin, dass bei einem akuten Glaukomanfall der Sehnerv (N. opticus) durch einen erhöhten Augendruck teilweise oder komplett abgeklemmt wird, was zu den entsprechenden Ausfällen führt. Gleichzeitig werden auch die den Sehnerv versorgenden Gefäße komprimiert, wodurch der Sehnerv selbst nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird – die Folge ist das langsame Absterben des Nervengewebes. Rasches Handeln ist in einem solchen Fall von größter Wichtigkeit!

Augenärztliche Notfälle treten immer rasch auf (auch im Zusammenhang mit einer Infektion) und werden von ausgeprägten Symptomen begleitet. Weniger klare Fälle können unbehandelt zu folgenschweren Komplikationen führen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob es sich bei Ihrem Problem um einen Augennotfall handelt, zögern Sie nicht, sich unverbindlich bei uns zu melden! Ihre Gesundheit und Ihr Durchblick stehen bei uns an erster Stelle.

Schmerzen und Verletzungen im Bereich der Augen jeglicher Art können schwerwiegende Folgen haben. Während diese Fälle medizinisch versorgt werden müssen, gibt es andere Veränderungen oder gar Blutungen, die harmlos sind.

Doch wie lässt sich der Schweregrad der Verletzung oder Beeinträchtigung abschätzen? Eine solche Einschätzung ist nicht nur komplex, sondern auch schwierig – und kann nur von einem Augenarzt oder einer Augenärztin abschließend beurteilt werden. Um die Lage einzuschätzen, möchten wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Merkmale anführen, nach denen Sie im Falle eines Augenproblems Ausschau halten sollten. Sollte eines der folgenden Symptome auftreten oder Sie unsicher sein, zögern Sie nicht, sich jederzeit bei uns zu melden – wir helfen Ihnen gerne und verschaffen Klarheit!

Zu den wichtigsten Symptomen und Situationen, die alle einen Augennotfall darstellen, zählen vor allem:

  • Trauma der Augen (Verletzungen, Verätzungen, Fremdkörper im Auge, etc.)
  • Plötzliche Sehstörungen (Rußregen, Blitze, Nebel, etc.) oder gar Sehverlust
  • Starke Schmerzen im Bereich der Augen (vor allem in Kombination mit Übelkeit,  Erbrechen und Sehverlust besteht der Verdacht auf einen Glaukomanfall)
  • Stark gerötete Augen oder Entzündungen

Als Faustregel lässt sich festhalten, dass alle Veränderungen, die sehr plötzlich und heftig auftreten – seien dies Schmerzen, Rötungen oder Sehstörungen – akut und schwerwiegend sind und deshalb schnellstmöglich fachärztlich abgeklärt werden sollten.

Vorsorge – Ihr Blick in die Zukunft

Regelmäßige Augenvorsorge schützt Ihr Sehvermögen. Viele Augenerkrankungen verlaufen lange unbemerkt, lassen sich aber durch moderne Diagnostik frühzeitig erkennen und behandeln.

Eine Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 40. Lebensjahr empfohlen. Bei Risikofaktoren wie Kurzsichtigkeit, Kontaktlinsentragen, Diabetes, Bluthochdruck oder familiärer Vorbelastung sind regelmäßige Kontrollen auch früher sinnvoll.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Ausschluss des Grünen Stars (Glaukom). Diese Erkrankung verläuft im Frühstadium symptomlos, kann unbehandelt jedoch zu irreversiblen Sehnervschäden bis hin zur Erblindung führen. Eine gezielte Untersuchung ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung des Sehnervs.

Alterssichtigkeit – wenn das Sehen in der Nähe nachlässt

Mit Anfang bis Mitte 40 beginnt häufig die Alterssichtigkeit (Presbyopie). Die Augenlinse verliert an Elastizität, wodurch das Sehen im Nahbereich erschwert wird. Lesen kleiner Texte oder längeres Arbeiten am Bildschirm fällt zunehmend schwer.

Individuell angepasste Lese- oder Computerbrillen schaffen hier effektiv Abhilfe und sorgen für entspanntes Sehen im Alltag.

Brillenbestimmung

Im Rahmen eines Sehtests wird Ihre aktuelle Sehleistung ohne Sehhilfe überprüft. Liegt eine verminderte Sehschärfe vor oder ist eine bestimmte Korrekturstärke erforderlich, empfiehlt sich eine individuelle Anpassung von Brille oder Kontaktlinsen.

Bei der Brillenbestimmung werden Kurz- und Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung sowie die Alterssichtigkeit präzise gemessen. Auf Basis dieser Werte erhalten Sie ein Brillenrezept, mit dem Sie Ihre Sehhilfe bei einem Optiker Ihrer Wahl anfertigen lassen können.